Konsortialbildung deutscher Unternehmen zur Elektrifizierung der Apuseni-Dörfer

Konsortialbildung deutscher Unternehmen zur Elektrifizierung der Apuseni-Dörfer

100.000 Haushalte in Rumänien  sind nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen

Das Zentrum für Demokratieforschung kam zur Schlussfolgerung, dass 100.000 Haushalte in Rumänien ans öffentliche Stromnetz nicht angeschlossen sind. Die Stromversorgung, welche heutzutage als normal sogar banal und offensichtlich betrachtet wird, ist für die Bewohner dieser Haushalte schwer vorstellbar. Die geografische Lage sowie die sozialen Phänomene, die Rumänien in den letzten 25 Jahren im Allgemeinen beeinflusst haben, wie die Bevölkerungsalterung, die Abwanderung der Dorfbewohner, die geringen finanziellen Möglichkeiten in ländlichen Gebieten als auch die gesetzgeberische Faktoren, haben zu der unerwünschten Situation zugeführt, dass heutzutage immer noch Haushalte existieren, die über keinen Stromzugang verfügen. Andere wichtige Faktoren mit großem Einfluss sind die Isolierung der Häuser, ihre Zerstreuung und die große Entfernung zum bestehenden Netz.

Projekt der AHK Rumänien: Nachhaltige Lösungen für die Elektrifizierung der Apuseni-Dörfer

Die AHK Rumänien will gemeinsam mit ihren Partnern eine nachhaltige Lösung für die Elektrifizierung dieser Haushalte umsetzen. Durch ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziertes Projekt initierte die deutsch-rumänische Handelskammer in 2019 die Konsortialbildung deutscher Unternehmen. Die Teilnehmer am Konsortium in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, aber auch mit rumänischen Unternehmen und Verbänden, werden eine effiziente, umweltfreundliche Lösung basierend auf erneuerbaren Energien, entwickeln, um diese isolierte Haushalte mit Strom versorgen zu können.

Der Kreis Alba wurde als Ort für das Pilotprojekt gewählt, weil es in dem touristischen Apuseni-Gebirge liegt, was zu einem hohen Bekanntheitsgrad des Projektes führen kann. Zudem sind dort, laut der Alba Energiestrategie für die Jahre 2018-2023, insgesamt 1.028 nicht elektrifizierten Haushalte. 240 Haushalte davon sind gemäß des rumänischen Umweltfonds über zwei km vom Stromnetz entfernt. Das bedeutet, dass der Stromanschluss nicht möglich ist, da dieser mit sehr hohen Kosten verbunden ist.

Die am Projekt beteiligten deutschen KMUs sind Hersteller von Bauteilen für Photovoltaikmodule und Windkraftanlagen, Hersteller von Energiespeicherlösungen sowie Anbieter von Ingenieurdienstleistungen – für den Bau von Micro Grids. Für die organisiert die AHK Rumänien ein Webinar am 28. April 2020 (mehr Details hier).

Vertreter der deutschen Unternehmen im Konsortium werden im September 2020 nach Rumänien reisen, um an Gesprächen mit den interessierten Parteien teilzunehmen. AHK Rumänien unterstützt sie mit den benötigten Informationen über den rumänischen Markt, bei Terminfindung, -vereinbarung und -betreuung, sowie bei der Implementierung des Projektes.

Wir glauben, dass eine erfolgreiche Umsetzung des Pilotprojektes alle Teilnehmerfordern wird, dass eine gute Voraussetzung für die Durchführung anderer Projekte dieser Art im Land schaffen wird und dass eine effiziente Zusammenarbeit der beteiligten Parteien langfristige Partnerschaften erzielen kann. Zusätzlich, die Zufriedenheit der Menschen, die lange für die Elektrifizierung dieser isolierten Haushalten gekämpft haben, und derer, die endlich das Licht rund um die Uhr genießen können, stehen im Vordergrund und für sie wollen wir gemeinsam ein nachhaltiges Projekt schaffen.

Für organisatorische Details besuchen Sie AHK Rumänien.